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Die Koalition sieht sich heftigem Widerstand gegen vorgeschlagene Standorte für Kernreaktoren gegenüber

Eine Koalition aus 41 Gruppen – darunter Gewerkschaften, Umweltschützer, Vertreter der First Nations und Glaubensgemeinschaften – hat sich entschieden gegen den Kernenergiekonzept der Koalition ausgesprochen. Die bundesweite Opposition plant, an ehemaligen Kohlestandorten in Queensland, New South Wales, South Australia, Victoria und Western Australia Reaktoren zu errichten. Dazu zählen Tarong, Callide, Liddell, Mount Piper, Port Augusta, Loy Yang und Muja.

Lokale Gemeinschaften beklagen, dass sie aus dem Dialog ausgeschlossen wurden. Viele befürchten, dass der Ersatz von Kohlekraftwerken durch Kernreaktoren neue Risiken birgt, statt Lösungen zu bieten.

Starke Stimmen aus der Bevölkerung

Clinton Dadleh, ein Arabunna-Mann aus Port Augusta, erklärte, dass die Einheimischen saubere Energieprojekte bevorzugen, die sichere Arbeitsplätze schaffen, ohne die langfristigen Gefahren der Kernenergie. Seine Aussagen spiegeln Befürchtungen wider, die auch in anderen betroffenen Regionen laut werden. Kirchenvertreter wie Pfarrer Mata Havea Hiliau der Uniting Church befürworten ebenfalls erneuerbare Optionen, weil diese die Energiekosten senken und den Planeten schützen.

Bedenken wegen Arbeitsplätzen und langer Wartezeiten

Die Elektrikergewerkschaft und weitere Arbeitergruppen sind der Meinung, dass Kernkraft nicht die Lösung ist. Sie vermuten, dass der Plan zu teuer wird – Schätzungen gehen bis zu 500 Milliarden Euro – und nicht die Arbeitsplatzsicherheit bietet, die mit erneuerbaren Energien einhergeht. Experten warnen zudem, dass es bis zu 15 Jahre oder länger dauern könnte, bis überhaupt einer der Reaktoren Strom erzeugt.

Wasser- und Sicherheitsrisiken

Umweltgruppen wie Greenpeace und die Australian Conservation Foundation warnen vor den potenziellen Gefahren von Atommüll. In Queensland ergab eine aktuelle Studie, dass Kernkraftwerke die lokalen Wasserversorgungen sowohl im Normalbetrieb als auch in Notfällen gefährden könnten. Das weckt Bedenken bei landwirtschaftlichen Gemeinschaften und in den benachbarten Ortschaften.

Mangelnde öffentliche Konsultation schürt Frustration

Ein häufig geäußerter Kritikpunkt ist, dass die Koalition nicht direkt mit den Menschen gesprochen hat, die in der Nähe der vorgeschlagenen Standorte leben. Viele fühlen sich ignoriert. Mit den anstehenden Wahlen wird dieses Thema voraussichtlich im Mittelpunkt stehen. Über alle Regionen hinweg fragen sich immer mehr Australier, warum die Regierung auf Kernkraft setzt, wenn es schnellere, sicherere und günstigere Alternativen gibt.